3 Tipps : Wie gehe ich am Besten mit einem unruhigen Hund um ?

Geposted von Leon Sandvoß am

Von rechts nach links, hoch und runter, ob an der Leine oder ohne dein Hund ist ein pures Energiebündel und kann nie genug gespielt haben ? 

Du merkst sicher, dass das mitunter extrem anstrengend für Dich als Besitzer werden kann. Auch deinem Hund beizubringen auf Befehle zu hören kann sich zu einer schwierigen Aufgabe entwickeln. Deswegen möchte ich dir ein paar Tipps mit an die Hand geben, wie du dein Kraftpaket ein bisschen bändigst.

 

  1. Ignorieren 

Das mag auf den ersten Blick hart klingen und das ist es auch, zumindest kurzfristig. Es ist wichtig, dass Dich dein Hund als „Rudelführer“ sieht, damit er auch in stressigen Situationen auf Dich hört. Und ein „Rudelführer“ lässt sich nicht diktieren, wann es z.B. eine Mahlzeit gibt oder wann gespielt wird. Das bedeutet  konkret für dich : Wenn dein Hund zu dir kommt um sich streicheln zu lassen ( z.B. Kopf auf den Schoß, Pfote auf den Schoß, Kopf zwischen die Knie ( das macht mein Hund am Liebsten )) oder dich zum spielen aufzufordern, dann ignoriere ihn einfach. Du kannst ihn jederzeit zu dir rufen und ihn streicheln oder mit ihm spielen, aber reagiere nicht, wenn der dich dazu auffordert.

 

2.   Richtig auslasten 

Bei energiegeladeneren Hunden ( nebenbei gesagt ist/war auch mein Hund einer von ihnen ) kann man das Gefühl bekommen, sie hätten schier unendliche Energiereserven und sind nie richtig ausgelastet. 

Doch diese extreme Auslastung ist nicht immer unbedingt förderlich, auch wenn dies auf den ersten Blick etwas kontraintuitiv wirken mag. Häufig haben die Besitzer nicht die Energie um den Hund wirklich richtig auszulasten. Nach für ihn unzureichender Auslastung wird er nur noch nervöser sein als vorher und gar nicht mehr zur Ruhe kommen. Probiere also aus, was deinem Hund gut tut. Steigere die Aktivitäten langsam und beobachte wie dein Hund reagiert. Beachte hierbei : Weniger ist mehr ! 

 

Um Deinen Hund auszulasten ist ein wenig Ball Spielen super, aber 10 Minuten reichen vollkommen aus, denn ansonsten trainierst Du seine Kondition. Um deinen Hund aber wirklich müde zu machen, solltest du ihn mental auslasten. Lasse ihn mit seiner Nase arbeiten ( z.B. Leckerli verstecken, die er suchen muss ), denke dir Aufgaben aus, die er lösen kann, bringe ihm Tricks bei oder lasse ihn apportieren.

 

 

 

 

3.   Ruhepausen 

Zur Ruhe kommen ist schwierig.  Die Welt draußen ist aufregend und Zuhause muss man gucken, was Herrchen oder Frauchen grad so machen.

Und der Gartenzaun muss ja auch noch bewacht werden. Das Leben für einen Hund bzw. für einen unruhigen Hund ist von ständigem Stress gezeichnet. Der Ruhe- und Schlafrythmus wird dadurch stark gestört. Dabei ist Schlaf auch für Hunde existentiell. Wenn Hunde unter Schlafmangel leiden, kann dies zu grobmotorischem Verhalten, Schwierigkeiten beim Konzentrieren und sogar zu aggressivem Verhalten führen. 

 

Welpen und alte oder kranke Hunde brauchen natürlich sehr viel Schlaf ( 20 - 22 Stunden pro Tag ). Aber auch ausgewachsene Hunde brauchen erstaunlich viel Schlaf ( Orientierung : 15 - 20 Stunden ). 

Andauernder Schlafmangel kann zu chronischen Erkrankungen führen. Du als Besitzer solltest deinem Hund eine Struktur mit an die Pfote geben. Du möchtest deinem Hund also einen Ort zur Verfügung stellen, an dem er zur Ruhe kommen kann. Das kann eine Hundebox sein, aber auch einfach ein ruhiges Plätzchen abseits des Trubels z.B. ein Hundebett. Dies sollte ein Ort absoluter Ruhe sein, dass bedeutet KEIN Spielen, KEIN Lärm etc. 

 

Sorge dafür, dass dein Hund diesen Ort mit etwas Positivem Verbindet.

Gebe ihm z.B. dort einen Knochen, gib ihm eine Massage oder ähnliches. Wichtig ist, dass dein Hund an diesem Ort bleibt. Sollte dein Hund wieder aufstehen, schicke ihn sofort wieder zurück auf seinen Platz. Sollte es absolut nicht klappen kannst du ihn auch vor Ort anleinen. Bellt oder jault er dann, ignoriere ihn ! Ist er schließlich ruhig, gehe zu ihm, lobe ihn und gib ihm ein Leckerli. So verknüpft er das „ruhig sein“ mit etwas positivem und lernt sein neues Plätzchen zu lieben.

 

Schicke deinen Hund regelmäßig „ins Körbchen“ und ermögliche ihm den Schlaf und die Ruhe, die er so dringend benötigt.


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